Die Optik - ein Steinheil "Typ-E"-Objektiv mit 122mm Durchmesser und 1460mm Brennweite.
Oberstes linkes Bild zeigt die Optik im Zustand, als ich das Teleskop bekommen habe: Total verschmutzt, Flecken, die Trennringe aus dünner Pappe hingen unmotiviert in der Fassung, auch diverse Kratzerchen, die im Laufe des letzten Jahrhunderts eben nicht vermeidbar waren. Für eine Optik, die zwei Weltkriege mit durchgemacht hat, will ich nicht klagen. Wieviele von solchen wunderbaren Optiken sind diesen von Deutschland in die Welt getragenen Wahnsinns- und Idiotenkriegen zum Opfer gefallen? Wieviele hätten heute noch - ohne diesen so unglaublichen Schwachsinn - viel Freude am Himmel verbreiten können? Auch solche Gedanken kommen einem, wenn man so ein Teleskop in seiner "Hand hält". Nun, nach - wie eingangs geschrieben - vorsichtiger Reinigung mit Wasser und Wattebausch und dem ersten Test wurde klar: hier musste mit Wolfgang Grzybowski ein Profi ran. Denn meine Mittel reichen dafür nicht. Ich schickte ihm die Optik dann zu und musste garnicht so lange auf recht positive Rückmeldung warten: Wolfgang nahm das Objektiv "durch die Mangel", reinigte es, vermaß es und machte auch die Fassung wieder fit. Die Messung ergab ein sehr erfreuliches Ergebnis: schon vor ca 100 Jahren war man in der Lage, hochqualitative und sehr genaue Objektive zu fertigen. Das wird auch durch den hohen "Strehl"-Wert von 96.5 bewiesen, den Wolfgang mit seinen Apparaten gemessen hat. Und das deckt sich auch mit meinen ersten - sogar noch vor dieser Reinigung gemachten Beobachtungen. Ich lasse einfach mal Bilder sprechen ... |
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