24.05.2001
Der sechste Tag
Und das unsterbliche ITV ging weiter. Auch heute geilstes Wetter mit steigenden Temperaturen. Wieder die angenehmen Rituale des
In-der-Sonne-Abhängens, Kaffee und Bierchen trinkens und vor allem... WALTER sei Dank dafür!!! endlich mal "Nicht-auf-Dixies-gehen-Müssens",
wenn es drückt. Er hat dafür einen großen - na will es mal Klocontainer nennen - kommen lassen. Klasse Idee!!
Denn bei den letzte ITVīs wurde dieser thematisch gern vergessene Bereich mit zunehmder Zeit doch ein recht unangenehmer biologischer
Zwang, so nach der Devise "Wenn im Dixi die Pyramide unten kitzelt..." Hierfür nochmals besten Dank an Walter!
Dann hatten einige von uns noch die übernotwendige Idee einer neuen Testtafel. Die alte war zwar noch zweckdienlich aber ziemlich in
die Jahre gekommen und zudem etwas saft-und kraftlos...
Und die Neue erfreute sich dann auch schnell hoher Beliebtheit bei den Testern... auch bei den Testerinnen??? Habe leider kein Bild hiervon
da, aber die Testtafel war schlank, hatte schwarze Haare und ... und ... und ... (nein nichī nackig!)...
Ääähem man(n) tutīs ja dann doch... habe doch noch - dank einer netten Mail incl. Attachment - unsere neue Testtafel
gefunden. Bleibt nicht zulange online...
Naja, wieder zurück zum "Alltag...": Es gab dann natürlich auch wieder die üblichen Schlendereien über das sich
nun doch mehr füllende Gelände...

Ach sieh einer an, Wolfgang aus Wuppertal ... selbe Welle, selbe Stelle wie auch schon letztes Jahr...
Ja, und auch diese Nacht war dann wieder wie aus dem Bilderbuch: ca. 6m4 im Zenit, gaaaarnichtmal sooo kalt und auch das eigene
Gehirn war etwas nüchterner...
Ein Messiermarathon sollte es heute mal werden, also, das Rennen über den Himmel und vor allem gegen die Zeit in den kurzen
Frühsommernächte...
Also, nichī lang schnacken, Kopf inīn Nacken, na an Okular und los...: Startobjekt war M 44 im Krebs. Ich habe vorher noch die letzten
offenen Wintersternhaufen in Gem/Aur gesucht, aber in der Dämmerungshelligkeit nicht auffinden können. Via Cnc ging es nach Vir,
"Galaxien abhacken". Von da aus rauschte das Objektiv ganz nach oben: UMa und CVn hatten ja auch noch einige Messiers zu bieten.
Und dann..., uuups, ich hatte ja ganz vergessen, das oben der Christian Meier mit dem kurzen Refraktor war, den er für mich dabei hatte.
Also: unterbrechen.
Schnell ein "Süppchen" in die Hand und hoch. Ja, da stand er auch schon, von einigen Usern umringt, neben Wolfi seinem Stand. Natürlich
gings gleich ran an den 150/750er Refraktor und ... nee da kann nicht sein! Schlechtes Bild, was da durch das Amici-Prisma kam: Jedes Sternchen
war ein "Dopplestern". Sch****! Ne, damitz konnte ich mich einfach nicht zufriedengeben, vielleicht lag es ja an der Kombination aus dem
Prisma und dem nicht allzuteuren Okular... (hoffhoffhoff).
Also, schnell das 35er Panoptic/O-III-Filter Gespann,,das 7er Nagler, 4er Abbé und den 2-Zoll Zenitspiegel geholt, in den OAZ
reingestopft und... und.... aaaaahhhh! Das sah dann schon ganz anders aus, nämlich so wie es sollte! Jetzt wurde dann der Testdoppelstern
in Boo mit seinen 0"8 Distanz fein aufgelöst, mit kreisrunden Beugungsringen. Aaha!
Und dann nahte bereites die erste "Offenbarung": Der Nordamerikanebel im Panoptic mit Filter. Ein absoluter Finalkracher! Richtig schön
hell, mit dem Pelikannebel "im Schoß" in einem - trotz Filter - Meer aus Sternen.
Erleichterung, die Optik "stimmte" absolutest... Dies nahmen auch einige Mitgucker zur Kenntnis, die "so etwas eigenartigerweise" nach 10 min
des Durchsehens anfingen, über den Verkauf ihrer Teleskope nachzudenken, um sich auch so einen "Kleinen" zuzulegen. Denn auch der gesamte
Cirrusnebelkomplex war in diesem Gerät auf einmal zu sehen. Geniooolest!!!
Jouuh, ich bin dann nach zwei Stunden wieder zu meinem 150/1200er zurückgegangen, um... ach ja, meinen kleinen Marathon weiterzumachen.
Aber, die Luft war so ein wenig raus, vielmehr geisterte immer wieder dieser Nordamerika. und Cirrusnebel in meinem Kopf herum... Und morgen
schon, morgen würde der Kleine dann auf meiner DX hängen. Sabber....
Nun dann rauscht ein weiteres Lauterbacher Pils meinen Hals herunter und mein 6-Zoll Objektiv die Milchstrasse in den Skorpion und
Schützen. Aber es wurde nicht mehr "abgehakt" sonder mit langen Schnatterpausen beobachtet, so daß schlussendlich das 46. Massierobjekt
in der hellen Morgendämmerung mein Auge als letztes erreichte. Ja, war ja auch schon wieder halb fünf... Kinners, wie beim Gucken so die
Zeit vergeht... Und jeden Morgen diese herrlichen Geräusche wenn die Natur erwacht...
25.05
Astrotrips
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